Ein Restnutzungsdauer-Gutachten kann die Abschreibung Ihres vermieteten Hauses verdoppeln, ohne dass Sie einen Euro mehr ausgeben als das Honorar. Der Grund ist einfach: Das Steuerrecht unterstellt jedem Wohngebäude der Baujahre 1925 bis 2022 pauschal 50 Jahre Nutzung. Für viele ältere Häuser ist das zu lang. Wer nachweist, dass sein Gebäude nur noch 25 Jahre trägt, schreibt jedes Jahr doppelt so viel ab. Hier lesen Sie, was ein solcher Nachweis kostet, wann er sich rechnet, wo seine Grenzen liegen und wer ihn erstellen darf. Stand ist Oktober 2026.
Was ist ein Restnutzungsdauer-Gutachten
Was ist ein Restnutzungsdauer-Gutachten? Es ist ein schriftlicher Nachweis eines Sachverständigen, wie viele Jahre ein Gebäude ab einem Stichtag noch wirtschaftlich genutzt werden kann. In der Praxis heißt es auch RND-Gutachten oder kurz Nutzungsdauer-Gutachten. Steuerberater sprechen oft vom AfA-Gutachten, weil es um die Abschreibung geht. Gemeint ist immer dasselbe Papier.
Gebraucht wird es fast nur im Steuerrecht. Für Gebäude, die Sie vermieten, setzen Sie jedes Jahr einen Teil der Kosten als Abschreibung an, die AfA. Das Gesetz gibt dafür feste Sätze vor: 2 Prozent für Baujahre ab 1925 bis Ende 2022, 2,5 Prozent für ältere Bauten und 3 Prozent für Neubauten ab 2023. Hinter 2 Prozent steckt die Annahme, dass Ihr Haus noch 50 Jahre hält.
Genau hier setzt das Gutachten an. § 7 Abs. 4 Satz 2 EStG erlaubt einen höheren Satz, wenn die tatsächliche Nutzungsdauer kürzer ist. Den Beleg dafür liefert der Sachverständige. Ergibt sein Gutachten zur Restnutzungsdauer 25 Jahre, schreiben Sie 4 Prozent ab. Bei 20 Jahren sind es 5 Prozent.
Wichtig ist der Unterschied zu einem Wertgutachten. Ein Restnutzungsdauer-Gutachten sagt nicht, was Ihr Haus wert ist. Es liefert eine einzige Zahl: die Jahre bis zum Ende der Nutzung. Alles andere im Papier dient dazu, diese Zahl für das Finanzamt nachvollziehbar zu machen. Einen kurzen Überblick über den Begriff gibt der Eintrag Restnutzungsdauer im AfA-Lexikon.
Restnutzungsdauer Gebäude und Haus: was der Sachverständige ermittelt
Die Restnutzungsdauer eines Gebäudes ist die Zeit, in der es bei normaler Pflege noch sinnvoll genutzt werden kann. So steht es in § 4 Abs. 3 der Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV 2021). Für die Restnutzungsdauer von Immobilien gilt dabei ein Modell in drei Schritten.
Erstens die Gesamtnutzungsdauer. Für Wohngebäude setzt Anlage 1 der ImmoWertV 80 Jahre an. Zweitens das Alter am Stichtag. Ein Haus von 1960 ist 2026 also 66 Jahre alt, rein rechnerisch blieben 14 Jahre. Drittens die Modernisierung. Anlage 2 vergibt bis zu 20 Punkte, etwa bis zu 4 für ein neues, gedämmtes Dach und bis zu 2 für neue Fenster oder eine neue Heizung. Je mehr Punkte, desto jünger gilt das Haus.
Damit wird klar, warum die Restnutzungsdauer für ein Haus so verschieden ausfallen kann. Zwei Häuser aus demselben Jahr können 15 oder 40 Jahre Rest haben, je nachdem, was seit dem Bau erneuert wurde. Die Pauschale von 50 Jahren kennt diesen Unterschied nicht.
Für die Restnutzungsdauer einer Immobilie im Bestand mit Baujahr vor 1990 sind 18 bis 35 Jahre häufig. Ein Richtwert ist das nicht für jedes Objekt, die Spanne reicht weiter. Wie das Modell im Detail rechnet und welche Werte typische Baujahre erreichen, zeigt der Ratgeber Restnutzungsdauer berechnen.
Ein letzter Punkt zur Abgrenzung: Die Gesamtnutzungsdauer ist die ganze Lebenszeit ab Bau, die Restnutzungsdauer nur der Teil, der ab heute noch bleibt. Für die AfA zählt allein der Rest.
Restnutzungsdauer-Gutachten Kosten
Restnutzungsdauer-Gutachten kosten bei DuraCasa einen Festpreis nach Wohnfläche. Sie zahlen einen Festpreis, der vor dem Auftrag feststeht. Das Honorar wird erst fällig, wenn Sie das fertige Gutachten haben.
| Wohnfläche | Grundpreis inkl. 19 % MwSt. |
|---|---|
| bis 299 m² | 895 € |
| 300 bis 500 m² | 1.125 € |
| 501 bis 1.000 m² | 1.465 € |
| 1.001 bis 2.500 m² | 1.915 € |
| über 2.500 m² | 2.480 € |
Dazu kommen je nach Wunsch Zusatzleistungen:
| Zusatzleistung | Preis |
|---|---|
| Ersteinschätzung | 0 € |
| Video-Besichtigung | 0 € |
| Vor-Ort-Termin außen | 170 € |
| Vor-Ort-Termin innen und außen | 510 € |
| Express in 3 Werktagen | 500 € |
Ein Restnutzungsdauer-Gutachten kostenlos bekommen Sie nirgends, denn dahinter steckt die Arbeit eines Sachverständigen. Kostenlos ist aber der erste Schritt. Unser Restnutzungsdauer-Rechner schätzt in wenigen Minuten, ob für Ihr Haus eine kürzere Nutzung in Frage kommt. Die Prüfung vor dem Restnutzungsdauer-Gutachten kostenlos anzubieten, hat bei DuraCasa einen Zweck: Rechnet sich das Gutachten bei Ihrem Objekt nicht, sollen Sie das wissen, bevor Sie Geld ausgeben. Ihren Festpreis zeigt der Preisrechner.
Zur Einordnung am Markt: Spezialisierte Anbieter liegen meist zwischen rund 850 und 1.500 Euro, klassische Büros oft höher, große Bewertungshäuser bei 2.000 Euro und mehr. Fragen Sie beim Vergleich nach Anfahrt, Eilzuschlag und Abrechnung nach Stunden. Diese Posten stehen selten im ersten Angebot.
Eins wird oft übersehen: Bei einer vermieteten Immobilie zählt das Honorar zu den Werbungskosten. Bei 42 Prozent Steuersatz tragen Sie von 895 Euro nach Steuern nur rund 520 Euro selbst.
Wann lohnt sich ein Restnutzungsdauer-Gutachten
Wann lohnt sich ein Restnutzungsdauer-Gutachten? Immer dann, wenn die zusätzliche AfA mehr Steuer spart, als das Gutachten kostet. Das hängt an vier Punkten.
- Vermietung: Nur bei vermieteten oder gewerblich genutzten Gebäuden gibt es AfA. Wer selbst darin wohnt, hat nichts davon.
- Baujahr und Zustand: Gute Chancen haben Häuser vor 1990, die nie ganz saniert wurden. Alte Heizung, alte Fenster und alte Leitungen sprechen für eine kurze Restzeit.
- Gebäudeanteil: Abgeschrieben wird nur das Gebäude, nicht der Boden. Ab etwa 150.000 Euro Gebäudeanteil trägt die Rechnung meist. Wie der Anteil ermittelt wird, steht im Ratgeber Kaufpreisaufteilung.
- Steuersatz: Je höher Ihr Grenzsteuersatz, desto mehr bringt jeder Euro AfA.
Ein typisches Beispiel sind die Mietshäuser der 1950er- und 1960er-Jahre. In Heilbronn etwa wurde die Altstadt nach dem Luftangriff vom 4. Dezember 1944 fast ganz neu aufgebaut. Viele dieser Häuser haben seitdem neue Fenster bekommen, aber nie ein neues Dach oder neue Leitungen. Die Restnutzungsdauer bei Immobilien dieser Art liegt oft weit unter 50 Jahren.
Wann lohnt sich ein Restnutzungsdauer-Gutachten eher nicht? Bei Häusern, die in den letzten Jahren ganz saniert wurden, und bei sehr kleinen Wohnungen mit wenig Gebäudewert. Auch wer in ein oder zwei Jahren verkaufen will, hat wenig davon. Für Gebäude vor 1925 gilt schon von Gesetz wegen ein Satz von 2,5 Prozent. Was das für die Rechnung heißt, steht unter Altbau abschreiben.
Rechenbeispiel: Restnutzungsdauer-Gutachten für ein Mehrfamilienhaus von 1958
Was ein Restnutzungsdauer-Gutachten für ein Mehrfamilienhaus bringt, zeigt ein Rechenbeispiel. Ein Vermieter kauft ein Mietshaus mit sechs Wohnungen in Heilbronn-Böckingen, Baujahr 1958, 420 m² Wohnfläche. Der Kaufpreis liegt bei 600.000 Euro, davon entfallen 450.000 Euro auf das Gebäude. Die Fenster sind von 1995, die Heizung von 2008. Dach, Leitungen und Bäder sind alt. Das reine Punktemodell der Anlage 2 ImmoWertV käme bei diesem Stand auf rund 16 Jahre. Das Beispiel rechnet bewusst vorsichtig mit 25 Jahren, denn ein Gutachten übernimmt das Modell nicht einfach, sondern prüft es am Haus, und ein solider Rohbau kann mehr Jahre tragen.
| Position | Ohne Gutachten | Mit Gutachten (25 Jahre) |
|---|---|---|
| AfA-Satz | 2 % | 4 % |
| AfA pro Jahr | 9.000 € | 18.000 € |
| Mehr-AfA pro Jahr | 9.000 € | |
| Steuer gespart bei 33 % | 2.970 € | |
| Steuer gespart bei 42 % | 3.780 € | |
| Honorar (1.125 € plus 510 € Termin) | 1.635 € |
Schon im ersten Jahr spart der Vermieter bei 42 Prozent mehr als doppelt so viel Steuer, wie das Gutachten kostet. Dazu kommt, dass das Honorar selbst abziehbar ist. Rechnen Sie Ihre eigenen Zahlen im AfA-Rechner nach: Kaufpreis, Baujahr und Steuersatz eingeben, Mehr-AfA ablesen.
Zur ehrlichen Einordnung gehört ein zweiter Blick. Insgesamt schreiben Sie nicht mehr ab, nur schneller. Nach 25 Jahren ist das Gebäude ganz abgeschrieben, ohne Nachweis dauert es 50 Jahre. Der Vorteil liegt darin, dass Sie die Ersparnis heute haben und nicht erst in Jahrzehnten. Sie können das Geld tilgen, anlegen oder in das Haus stecken. Und wer im Ruhestand weniger verdient, zahlt auf die späteren Mieten oft einen niedrigeren Satz.
Alle Zahlen sind Richtwerte ohne Soli und Kirchensteuer. Wie sich die AfA auf die Steuer Ihrer Mieten auswirkt, zeigt der Ratgeber Mieteinnahmen versteuern.
Restnutzungsdauer-Gutachten Nachteile
Wie jede steuerliche Gestaltung hat auch ein Restnutzungsdauer-Gutachten Nachteile, und wer sie kennt, entscheidet besser. Drei Punkte sollten Sie vorher prüfen.
Erstens der Verkauf. Verkaufen Sie innerhalb von zehn Jahren nach dem Kauf, ist der Gewinn steuerpflichtig. Die AfA mindert dabei Ihre Anschaffungskosten (§ 23 Abs. 3 Satz 4 EStG). Mehr AfA heißt dann mehr Gewinn auf dem Papier, und ein Teil des Vorteils geht zurück. Nach zehn Jahren spielt das keine Rolle mehr.
Zweitens die Prüfung. Ein Gutachten fällt auf, denn der Satz weicht von der Norm ab. Das Finanzamt kann Rückfragen stellen. Ein dünnes Papier, das nur Tabellen aus der ImmoWertV abschreibt und das Haus nie gesehen hat, hält dem oft nicht stand.
Drittens das Ergebnis. Nicht jedes Gebäude hat eine kurze Restzeit. Ist ein Haus gut saniert, kann die Restnutzungsdauer des Hauses bei 45 Jahren oder mehr liegen. Dann haben Sie Geld ausgegeben, ohne dass der Satz steigt.
Gegen den dritten Punkt hilft eine Prüfung vor dem Auftrag. Bei DuraCasa klären wir im kostenlosen Gespräch, ob sich das Gutachten für Ihr Haus voraussichtlich rechnet. Gegen den zweiten Punkt hilft ein Gutachten, das auf das konkrete Objekt eingeht, dazu mehr im nächsten Abschnitt.
Wer darf ein Restnutzungsdauer-Gutachten erstellen
Wer darf ein Restnutzungsdauer-Gutachten erstellen? Einen bestimmten Titel schreibt das Gesetz nicht vor, und seit Ende 2025 verlangt ihn auch die Finanzverwaltung nicht mehr. Maßgeblich ist das BFH-Urteil IX R 25/19 vom 28.07.2021: Sie dürfen die kürzere Nutzungsdauer mit jeder Methode darlegen, die im Einzelfall geeignet ist. Ein Gutachten eines Sachverständigen ist der übliche Weg.
Das BMF hatte die Regeln mit einem Schreiben vom 22.02.2023 zeitweise verengt. Danach sollten nur öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige oder nach DIN EN ISO/IEC 17024 zertifizierte Personen den Nachweis führen. Dieses Schreiben wurde mit BMF-Schreiben vom 01.12.2025 aufgehoben, ein neues gibt es nicht.
In der Praxis bleibt eine klare Qualifikation trotzdem der beste Schutz. Am belastbarsten sind zwei Gruppen:
- öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige für die Bewertung von Immobilien
- zertifizierte Sachverständige nach DIN EN ISO/IEC 17024, geprüft von einer akkreditierten Stelle
Wer macht Restnutzungsdauer-Gutachten konkret? Freie Sachverständige, Bewertungsbüros und spezialisierte Anbieter wie DuraCasa. Ihr Steuerberater trägt das Ergebnis in die Anlage V ein, das Gutachten selbst schreibt er in der Regel nicht.
Wer macht das Restnutzungsdauer-Gutachten bei DuraCasa? Cristobal Cuadra Garcia, Sachverständiger für die Marktwertermittlung von Wohn- und Gewerbeimmobilien, zertifiziert über die DAkkS-akkreditierte Zertifizierungsstelle IQ-Zert. Details zum Prüfverfahren stehen auf der Seite Zertifizierung. Achten Sie bei jedem Anbieter darauf, dass die Qualifikation mit Nummer auf dem Deckblatt steht.
Restnutzungsdauer-Gutachten beim Finanzamt: was drinstehen muss
Ein Restnutzungsdauer-Gutachten beim Finanzamt wird im Einzelfall geprüft. Eine feste Liste gibt es nicht, aber der Bundesfinanzhof hat die Richtung vorgegeben. Mit dem Urteil IX R 14/23 vom 23.01.2024 hat er bestätigt, dass jede sachverständige Methode zulässig ist. Zugleich stellt er klar: Ein bloßer Verweis auf das Modell der ImmoWertV reicht nicht. Das Gutachten muss auf Ihr konkretes Haus eingehen.
Ein gutes Gutachten enthält deshalb:
- Deckblatt mit Objekt, Stichtag, Zweck und Qualifikation des Sachverständigen
- Beschreibung von Lage, Baujahr, Bauweise, Fläche und Nutzung
- Zustand von Dach, Fassade, Fenstern, Heizung, Leitungen, Bädern und Innenausbau, mit Fotos
- Herleitung der Restnutzungsdauer mit Gesamtnutzungsdauer, Alter und Modernisierungspunkten
- Abgleich mit Schäden und Mängeln, die das Modell nicht abbildet
- Ergebnis in vollen Jahren und den daraus folgenden AfA-Satz
- Anhänge wie Fotos, Grundrisse und Belege zu früheren Arbeiten
- Unterschrift mit Datum
Einen Termin vor Ort schreibt heute weder ein Gesetz noch ein BMF-Schreiben vor. Er macht das Papier aber deutlich belastbarer, denn der Sachverständige hat Zustand und Unterlagen selbst abgeglichen. Bei DuraCasa gehört die Besichtigung für die meisten Gutachten zum Standard.
Und wenn das Amt trotzdem widerspricht? Dann legen Sie Einspruch ein, und wir liefern die fachliche Stellungnahme kostenlos. Wird später eine Klage verloren, weil das Gutachten nachweislich nicht ordnungsgemäß erstellt war, erstatten wir das Honorar für die Gutachten-Erstellung, ausgenommen den Termin vor Ort. Die genauen Bedingungen dieser Geld-zurück-Garantie stehen unter Rechtssicherheit.
Restnutzungsdauer-Gutachten 2025 und 2026: was sich geändert hat
Das Restnutzungsdauer-Gutachten 2025 stand unter einem Schreiben, das 2026 nicht mehr gilt. Für Vermieter hat sich damit einiges vereinfacht. Drei Punkte sind wichtig.
Erstens fiel mit Schreiben vom 01.12.2025 das BMF-Schreiben vom 22.02.2023 weg. Es hatte Gutachter und Methoden eng eingegrenzt. Seitdem gilt wieder direkt die Linie des Bundesfinanzhofs. Ein Gutachten aus 2025 müssen Sie deshalb nicht neu erstellen lassen: Die Anforderungen sind seither nicht strenger geworden.
Zweitens gab es im August 2025 einen Entwurf zur Änderung der Einkommensteuer-Durchführungsverordnung. Er wollte nur noch öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige nach persönlicher Besichtigung vor Ort zulassen. Diese Regel wurde im November 2025 gestrichen. Ob sie in einem späteren Entwurf wiederkommt, ist offen. Verlässlich ist nur der Stand, der heute gilt.
Drittens bleibt der Maßstab aus dem Urteil von 2024: Das Gutachten muss das Objekt selbst würdigen. Ein Ausdruck aus einem Rechner ersetzt kein Gutachten. Wer 2026 ein RND-Gutachten beauftragt, achtet deshalb weniger auf Titel und mehr auf die Tiefe der Begründung.
Für 2026 heißt das: Der Weg ist offen, die Hürden sind niedriger als 2023 und 2024. Was bleibt, ist die Pflicht, die kürzere Nutzung sauber zu belegen.
So läuft ein Restnutzungsdauer-Gutachten bei DuraCasa ab
Ein Restnutzungsdauer-Gutachten bei DuraCasa läuft in fünf Schritten ab und dauert im Standard rund drei Wochen.
- Online-Anfrage in 10 bis 15 Minuten: Im Restnutzungsdauer-Rechner geben Sie Adresse, Baujahr, Fläche und den Stand der Modernisierung ein und sehen sofort eine vorläufige AfA-Einschätzung. Das ist unverbindlich.
- Kostenloses Gespräch: Wir rufen Sie an und klären, ob sich das Gutachten für Ihr Haus lohnt und welche Unterlagen nötig sind. Danach erhalten Sie ein festes Angebot.
- Unterlagen und Besichtigung: Nach Ihrem Auftrag laden Sie Fotos, Grundriss und Energieausweis hoch. Der Sachverständige sieht sich das Haus vor Ort oder per Video an.
- Ausarbeitung: Er wertet Zustand und Unterlagen aus, vergibt die Punkte und leitet die Restnutzungsdauer her. Mit Express liegt das Ergebnis drei Werktage nach Eingang aller Unterlagen vor.
- Lieferung: Sie erhalten das Gutachten als PDF und reichen es mit der Steuererklärung ein. Stellt das Finanzamt Fragen, antwortet der Sachverständige.
Ein Restnutzungsdauer-Gutachten für eine Immobilie in Baden-Württemberg erstellen wir meist mit Termin vor Ort. Für andere Regionen ist auch eine Bewertung nach Fotos, Plänen und Video möglich.
Erst Restnutzungsdauergutachten, dann sanieren: so sichern Sie den höheren AfA-Satz, auch rückwirkend
Erst Restnutzungsdauergutachten, dann sanieren: Diese Reihenfolge bringt die höchste AfA. Der Grund liegt im Modell. Jede neue Heizung, jedes neue und dabei gedämmte Dach gibt Punkte, und Punkte machen das Haus rechnerisch jünger. Wer zuerst saniert und danach das Gutachten bestellt, bekommt eine längere Restzeit und einen kleineren Satz.
Der bessere Weg: Sie lassen den Zustand zum Kauf oder vor dem Umbau festhalten. Auf diesem Stand fällt die Restzeit am kürzesten aus, und der hohe Satz läuft danach in der Regel weiter. Die Kosten der späteren Arbeiten setzen Sie getrennt an, je nach Art als Erhaltungsaufwand oder als Herstellungskosten. Wie stark eine große Sanierung das Haus verjüngt, zeigt der Artikel Kernsanierung und Restnutzungsdauer.
Das funktioniert sogar rückwirkend. Haben Sie das Haus vor einigen Jahren gekauft, kann das Gutachten auf einen Stichtag in der Vergangenheit erstellt werden, sofern sich der damalige Zustand belegen lässt. Die höhere AfA machen Sie dann für alle Jahre geltend, deren Bescheid noch offen ist. Fristen und Wege beschreibt der Ratgeber Nutzungsdauer-Gutachten rückwirkend.
Für ein Mietshaus in Heilbronn und im Umland kommen wir zur Besichtigung persönlich vorbei. Ob sich der Weg für Ihr Objekt lohnt, zeigt der Restnutzungsdauer-Rechner in wenigen Minuten, den Festpreis der Preisrechner. Die steuerliche Umsetzung im Einzelfall klären Sie mit Ihrem Steuerberater.
Restnutzungsdauer-Gutachten: häufige Fragen
Wann lohnt sich eine kürzere Restnutzungsdauer?
Eine kürzere Restnutzungsdauer lohnt sich, wenn der AfA-Satz spürbar steigt und Sie das Haus länger halten. Bei 50 Jahren Pauschale und 25 Jahren laut Gutachten verdoppelt sich die AfA. Ab etwa 150.000 Euro Gebäudeanteil und einem Steuersatz von 30 Prozent oder mehr holt die jährliche Ersparnis das Honorar meist in ein bis zwei Jahren wieder herein. Wenig bringt sie bei selbst genutzten Häusern und bei einem Verkauf innerhalb der nächsten Jahre.
Was bringt ein Restnutzungsdauer-Gutachten?
Es bringt einen höheren AfA-Satz und damit weniger Steuer auf Ihre Mieten. Statt 2 Prozent sind oft 3 bis 5 Prozent möglich. Bei 300.000 Euro Gebäudeanteil und 4 Prozent sind das 6.000 Euro mehr Abzug im Jahr, bei 42 Prozent Steuersatz rund 2.520 Euro weniger Steuer. Das Gutachten verschiebt die AfA nach vorn: Sie schreiben nicht mehr ab, aber früher.
Ist ein Restnutzungsdauer-Gutachten sinnvoll?
Sinnvoll ist es für Vermieter älterer, nicht ganz sanierter Häuser mit nennenswertem Gebäudewert. Nicht sinnvoll ist es bei Selbstnutzung, bei frisch sanierten Häusern und bei sehr kleinem Gebäudeanteil. Im Zweifel klärt eine kostenlose Ersteinschätzung vor dem Auftrag, ob eine kürzere Restzeit realistisch ist.
Wird ein Restnutzungsdauer-Gutachten vom Finanzamt anerkannt?
Ja, sofern es die kürzere Nutzungsdauer mit einer geeigneten Methode belegt. Grundlage ist § 7 Abs. 4 Satz 2 EStG zusammen mit dem BFH-Urteil IX R 25/19, bestätigt durch IX R 14/23. Das strengere BMF-Schreiben vom 22.02.2023 wurde am 01.12.2025 aufgehoben. Das Amt prüft jeden Fall einzeln. Am besten stehen Gutachten da, die auf das konkrete Haus eingehen, mit Besichtigung und Fotos, erstellt von einem qualifizierten Sachverständigen. Bei DuraCasa gilt dazu eine Geld-zurück-Garantie, deren Bedingungen auf der Seite Rechtssicherheit stehen. Bei Rückfragen des Amts antwortet der Sachverständige.
Wie lange dauert ein Restnutzungsdauer-Gutachten?
Bei DuraCasa rechnen Sie mit rund drei Wochen, sobald alle Unterlagen vorliegen. Mit Express für 500 Euro liegt das Gutachten drei Werktage nach Eingang aller Unterlagen vor.
Kann ich ein Restnutzungsdauer-Gutachten auch nachträglich einreichen?
Ja. Ein später erstelltes Gutachten können Sie für alle Jahre nutzen, deren Bescheid sich noch ändern lässt, etwa weil er unter Vorbehalt der Nachprüfung steht (§ 164 AO) oder die Einspruchsfrist von einem Monat läuft. Bei bestandskräftigen Bescheiden ohne Vorbehalt ist eine Änderung nur in engen Ausnahmen möglich. Mehr dazu im Ratgeber zum rückwirkenden Gutachten.
Brauche ich ein Restnutzungsdauer-Gutachten für selbst genutzte Immobilien?
Nein. Gebäude-AfA gibt es nach § 7 Abs. 4 EStG nur für Objekte, mit denen Sie Einkünfte erzielen, also vor allem vermietete oder gewerblich genutzte. Wer selbst darin wohnt, schreibt nichts ab, und ein Restnutzungsdauer-Gutachten für eine Immobilie in Eigennutzung bringt steuerlich nichts. Interessant wird das Gutachten erst, wenn Sie das Haus später vermieten. Dann zählt der Zustand zum Beginn der Vermietung.
Was ist der Unterschied zwischen Restnutzungsdauer-Gutachten und Verkehrswertgutachten?
Ein Verkehrswertgutachten ermittelt den Marktwert einer Immobilie, etwa für Kauf, Erbe, Scheidung oder Gericht. Ein Restnutzungsdauer-Gutachten ermittelt die Jahre bis zum Ende der Nutzung als Grundlage für die AfA. Beide stützen sich auf die ImmoWertV, haben aber ein anderes Ziel. Ein Gutachten zur Restnutzungsdauer ist meist günstiger, weil es sich auf eine Frage beschränkt.
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Festpreis nach Wohnfläche ab 895 €. In der Regel 3 Wochen Bearbeitungszeit, mit Express-Aufschlag binnen 3 Werktagen. Vor-Ort-Besichtigung durch zertifizierte Sachverständige.
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