Was ist der Rohertrag?
Der Rohertrag ist die marktüblich erzielbare Jahresmiete einer Immobilie, in der Regel die Jahresnettokaltmiete ohne umlagefähige Betriebskosten. Im Ertragswertverfahren ist er der Ausgangspunkt der Wertermittlung. Angesetzt wird nicht zwingend die vertraglich vereinbarte, sondern die nachhaltig am Markt erzielbare Miete.
Wie unterscheiden sich Rohertrag und Reinertrag?
Rohertrag und Reinertrag unterscheiden sich um die Bewirtschaftungskosten. Der Rohertrag ist die Jahresmiete vor Kosten, der Reinertrag die Jahresmiete nach Abzug der nicht umlagefähigen Bewirtschaftungskosten. Der Reinertrag ist die eigentliche Rechengröße für den Ertragswert.
Welche Miete wird für den Rohertrag angesetzt?
Für den Rohertrag wird die nachhaltig erzielbare Marktmiete angesetzt. Bei einer deutlich unter Marktniveau vermieteten Immobilie ist die tatsächliche Miete niedriger als der marktübliche Rohertrag, bei Übervermietung höher. Bewerter stützen sich auf Mietspiegel und Vergleichsmieten, um den nachhaltigen Rohertrag zu bestimmen.
Welche Rolle spielt der Rohertrag für den Wert?
Der Rohertrag ist die Basis der Ertragswertkette: Aus ihm folgt nach Abzug der Bewirtschaftungskosten der Reinertrag, aus diesem nach Abzug der Bodenwertverzinsung der Gebäudereinertrag und daraus mit dem Vervielfältiger der Gebäudeertragswert. Ein höherer nachhaltiger Rohertrag hebt den Immobilienwert.
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Aktualisiert am 14. Juli 2026 · Fachlich geprüft von Cristobal Cuadra Garcia, Zertifizierter Sachverständiger (DIN EN ISO/IEC 17024).
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