Was ist der Sachwertfaktor?
Der Sachwertfaktor, auch Marktanpassungsfaktor genannt, ist der Faktor, mit dem der vorläufige Sachwert einer Immobilie an das tatsächliche Marktniveau angepasst wird. Er ist in § 39 ImmoWertV 2021 geregelt und gleicht aus, dass die reinen Herstellungskosten nicht immer dem am Markt erzielbaren Preis entsprechen.
Wozu dient der Sachwertfaktor?
Der Sachwertfaktor dient dazu, den rechnerischen Sachwert marktgerecht zu machen. In gefragten Lagen liegen die Marktpreise über den reinen Sachwerten, dort ist der Faktor größer als 1. In schwächeren Lagen liegt er unter 1. Ohne diese Anpassung würde das Sachwertverfahren den Verkehrswert systematisch verfehlen.
Woher stammt der Sachwertfaktor?
Der Sachwertfaktor stammt von den Gutachterausschüssen, die ihn aus dem Verhältnis tatsächlicher Kaufpreise zu vorläufigen Sachwerten ableiten und in ihren Grundstücksmarktberichten veröffentlichen. Er ist damit eine marktgestützte Größe und keine freie Schätzung.
Wie wirkt der Sachwertfaktor im Sachwertverfahren?
Im Sachwertverfahren wird der vorläufige Sachwert, also Bodenwert plus Gebäudesachwert, mit dem Sachwertfaktor multipliziert. Erst das Ergebnis ist der marktangepasste Sachwert. Der Gebäudesachwert selbst hängt über die Alterswertminderung an der Restnutzungsdauer.
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Aktualisiert am 14. Juli 2026 · Fachlich geprüft von Cristobal Cuadra Garcia, Zertifizierter Sachverständiger (DIN EN ISO/IEC 17024).
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