Was sind die Normalherstellungskosten?
Die Normalherstellungskosten, kurz NHK, sind modellhafte Kostenkennwerte für die Errichtung eines Gebäudes, angegeben je Quadratmeter Bruttogrundfläche. Sie sind nach Gebäudetyp und Baustandard gegliedert und stehen in Anlage 4 der ImmoWertV 2021. Im Sachwertverfahren bilden sie den Ausgangswert für den Gebäudesachwert.
Wie werden die Normalherstellungskosten angewendet?
Die Normalherstellungskosten werden angewendet, indem der passende Kostenkennwert mit der Bruttogrundfläche des Gebäudes multipliziert wird. Das ergibt den Gebäudeherstellungswert. Von diesem wird anschließend die Alterswertminderung abgezogen, um zum Gebäudesachwert zu gelangen.
Was ist der Bezug zum Baupreisindex?
Die Normalherstellungskosten der Anlage 4 beruhen auf dem Kostenstand des Jahres 2010 (NHK 2010). Damit sie zum Bewertungsstichtag passen, werden sie mit dem Baupreisindex des Statistischen Bundesamtes auf das aktuelle Baupreisniveau fortgeschrieben. Erst der fortgeschriebene Wert geht in die Berechnung ein.
Welche Rolle spielen die NHK für den Wert?
Die Normalherstellungskosten bestimmen die Höhe des Gebäudesachwerts vor Alterswertminderung. Ein höherer Baustandard und ein höherer Baupreisindex erhöhen sie. Über die Alterswertminderung und damit die Restnutzungsdauer wirkt sich das Gebäudealter mindernd auf den verbleibenden Sachwert aus.
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Aktualisiert am 14. Juli 2026 · Fachlich geprüft von Cristobal Cuadra Garcia, Zertifizierter Sachverständiger (DIN EN ISO/IEC 17024).
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