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Begriff im AfA-Lexikon

Bodenrichtwert

Was ist der Bodenrichtwert?

Der Bodenrichtwert ist der durchschnittliche Wert des Grund und Bodens je Quadratmeter innerhalb eines abgegrenzten Richtwertgebiets. Er wird nach § 196 BauGB von den Gutachterausschüssen aus tatsächlichen Kaufpreisen abgeleitet und bezieht sich auf ein Grundstück mit typischen Eigenschaften der jeweiligen Lage.

Wie wird der Bodenrichtwert ermittelt?

Der Bodenrichtwert wird von den Gutachterausschüssen aus der Kaufpreissammlung ermittelt und mindestens alle zwei Jahre veröffentlicht. Kostenlos abrufbar ist er über die amtlichen Bodenrichtwert-Portale der Länder und das bundesweite Portal BORIS. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Ermittlung bietet der Ratgeber Bodenrichtwert.

Wozu wird der Bodenrichtwert gebraucht?

Der Bodenrichtwert wird gebraucht, um den Bodenwert eines konkreten Grundstücks zu bestimmen: Bodenrichtwert je Quadratmeter multipliziert mit der Grundstücksfläche ergibt den Bodenwert. Dieser fließt in das Sachwert- und Ertragswertverfahren ein und ist Grundlage der Kaufpreisaufteilung.

Warum ist der Bodenrichtwert für die AfA wichtig?

Für die AfA ist der Bodenrichtwert wichtig, weil der Boden nicht abgeschrieben werden darf. Über ihn wird der nicht abschreibbare Bodenanteil vom abschreibbaren Gebäudeanteil getrennt. Je niedriger der Bodenwert im Verhältnis zum Kaufpreis, desto höher die abschreibbare Basis und die jährliche AfA.

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Aktualisiert am 14. Juli 2026 · Fachlich geprüft von Cristobal Cuadra Garcia, Zertifizierter Sachverständiger (DIN EN ISO/IEC 17024).

Verwandte Begriffe

Abschreibung Grundstück (Grund und Boden)Eine Abschreibung des Grundstücks (Grund und Boden) ist steuerlich nicht möglich. Abschreibbar ist nur das Gebäude, weil sich der Grund und Boden im Gegensatz zur Bausubstanz nicht abnutzt. Beim Immobilienkauf wird der Kaufpreis deshalb in einen abschreibbaren Gebäudeanteil und einen nicht abschreibbaren Bodenanteil aufgeteilt.KaufpreisaufteilungDie Kaufpreisaufteilung verteilt den Gesamtkaufpreis einer Immobilie auf Grund und Boden sowie das Gebäude. Da nur der Gebäudeanteil abschreibbar ist, bestimmt die Aufteilung unmittelbar die Höhe der jährlichen AfA.GebäudeanteilDer Gebäudeanteil ist der Teil des Kaufpreises einer Immobilie, der auf das Gebäude entfällt, im Gegensatz zum Anteil für Grund und Boden. Nur der Gebäudeanteil ist abschreibbar und bildet die Bemessungsgrundlage für die jährliche AfA.SachwertverfahrenDas Sachwertverfahren ist ein Verfahren der Immobilienbewertung, das den Wert aus dem Bodenwert und dem Sachwert des Gebäudes ableitet. Der Gebäudesachwert ergibt sich aus den Herstellungskosten abzüglich der Alterswertminderung, die über die Restnutzungsdauer bestimmt wird.VergleichswertverfahrenDas Vergleichswertverfahren ist eines der drei normierten Verfahren der Immobilienbewertung nach ImmoWertV 2021. Es leitet den Wert einer Immobilie aus den Kaufpreisen ausreichend vieler, hinreichend vergleichbarer Objekte ab und ist das bevorzugte Verfahren für Eigentumswohnungen und unbebaute Grundstücke.AbschreibungAbschreibung, steuerlich Absetzung für Abnutzung (AfA), verteilt die Anschaffungs- oder Herstellungskosten eines Wirtschaftsguts über seine Nutzungsdauer. Bei vermieteten Immobilien mindert die jährliche Gebäude-AfA die steuerpflichtigen Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung.

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