Was ist die Kaufpreisaufteilung?
Die Kaufpreisaufteilung verteilt den Gesamtkaufpreis einer Immobilie auf zwei Teile: den Grund und Boden und das Gebäude. Diese Trennung ist nötig, weil nur der Gebäudeanteil abschreibbar ist. Die Aufteilung entscheidet damit unmittelbar darüber, wie viel Sie jährlich als AfA absetzen können.
Warum ist die Kaufpreisaufteilung steuerlich wichtig?
Die Kaufpreisaufteilung ist steuerlich wichtig, weil Grund und Boden sich nicht abnutzt und deshalb nicht abgeschrieben wird. Je höher der Anteil des Gebäudes, desto höher die Bemessungsgrundlage nach § 7 Abs. 4 EStG. Ein Beispiel: Bei 400.000 Euro Kaufpreis bedeuten 10 Prozentpunkte mehr Gebäudeanteil rund 40.000 Euro mehr Abschreibungsbasis, bei 2 Prozent AfA also 800 Euro mehr pro Jahr.
Wie läuft die Kaufpreisaufteilung ab?
Wie die Aufteilung im Kaufvertrag, über die Arbeitshilfe des Bundesfinanzministeriums oder per Gutachten abläuft, was das Finanzamt anerkennt und was der Bundesfinanzhof dazu entschieden hat, erklärt ausführlich der Ratgeber Kaufpreisaufteilung, mit Rechenbeispiel und häufigen Fragen.
Wer zusätzlich per Restnutzungsdauergutachten einen höheren AfA-Satz nachweist, nutzt neben dem Gebäudeanteil die zweite Stellschraube. Ob sich das lohnt, zeigt der Restnutzungsdauer-Rechner.
Aktualisiert am 3. Oktober 2026 · Fachlich geprüft von Cristobal Cuadra Garcia, Zertifizierter Sachverständiger (DIN EN ISO/IEC 17024).
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